Gründe für ein gestörtes Gleichgewicht und andere Probleme

Zahlreiche Faktoren können die natürliche Schutzflora des Vaginalbereichs stören. Wird diese zu sehr gestört, kann sich die Scheidenflora nicht länger anpassen und es kann zu Scheideninfektionen kommen. Faktoren, die das natürliche Gleichgewicht stören können sind unter anderem:

Hormonale Veränderungen während der

Im Alltag

Ist die saure Umgebung des Intimbereichs gestört, können sich schädliche Bakterien leichter fortpflanzen. Das kann zu einem Ungleichgewicht in der Vaginalflora führen, was Beschwerden in diesem Bereich hervorrufen kann. Wenn Sie unter Jucken, übermässigem Ausfluss oder Schmerzen beim Wasserlassen leiden, könnte es sich um eine Scheideninfektion handeln.

Vaginale Infektion

Eine Scheideninfektion ist eine Entzündung der Scheide, die sich durch Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und ungewöhnlichen Ausfluss bemerkbar macht. Hervorgerufen werden kann sie durch ein übermässiges Pilz- oder Bakterienwachstum.
Es gibt zahlreiche Arten von Scheideninfektionen, die jeweils unterschiedliche Symptome hervorrufen.
Zu den häufigsten Infektionen zählen:

Bakterielle Vaginose (BV)

Die auch als BV bekannte bakterielle Vaginose ist eine Infektion, die auftritt, wenn es zu einem Ungleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Bakterien in der Scheidenflora kommt und ein übermässiges Wachstum schädlicher Bakterien bei gleichzeitigem Anstieg des pH-Werts vorliegt. BV ist der häufigste Grund für vaginalen Ausfluss und betrifft bis zu einen Drittel aller Frauen, darunter bis zu 20 % aller Schwangeren.1

Zu den Symptomen der BV zählt wässrig-gräulicher Ausfluss, der manchmal unangenehm («fischartig») riecht. Nach der Periode oder nach dem Sex ist der Ausfluss meist am stärksten. Normalerweise ruft die BV keine Reizungen und kein Jucken hervor. Beachten sie, dass die BV nicht immer zu Symptomen führt und viele Frauen betroffen sein können, ohne es zu merken.

Pilzinfektion (Candida)

Hefepilze sind in der Scheide natürlich auftretende Pilze. Normalerweise kommen sie nur in geringen Mengen vor. Eine Hefepilzinfektion bedeutet, dass sich in der Scheide eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Hefezellen angesammelt hat. Obwohl es sich um eine häufige und leicht zu behandelnde Infektion handelt, kann diese sehr unangenehm sein.

Zu den Symptomen einer Hefepilzinfektion zählen dicker, weisser, klumpiger Ausfluss. Im Gegensatz zur BV ist dieser Ausfluss aber geruchlos. Die meisten Frauen leiden unter Jucken oder Schmerzen in der Scheide sowie einem brennenden Schmerz beim Sex oder Wasserlassen.

Es ist gut zu wissen, dass eine gewisse Menge an Scheidenausfluss absolut normal ist. Die Scheidenwand und der Gebärmutterhals enthalten Drüsen, die geringe Mengen an Flüssigkeit produzieren, um die Scheide sauber zu halten. Diese natürlich produzierte Flüssigkeit ist normalerweise klar oder milchig weiss und hat keinen unangenehmen Geruch. Zu bestimmten Zeiten des Menstruationszyklus (besonders während des Eisprungs), in der Stillzeit oder bei sexueller Erregung ist der normale Scheidenausfluss dicker.

Verändert sich der Ausfluss aber und beginnt unangenehm zu riechen oder wenn Vaginalblutungen oder Schmerzen auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Gynäkologen wenden.

Lactacyd-Produkte bewahren die natürliche Säureumgebung der Scheide, da sie mit natürlicher Milchsäure versetzt sind und einen hautneutralen pH-Wert besitzen.

1https://www.nhs.uk/Conditions/Bacterialvaginosis/Pages/Introduction.aspx